Deine Weisheit sei die Weisheit der grauen Haare, aber dein Herz - dein Herz sei das Herz der unschuldigen Kindheit. (Friedrich Schiller)

Freitag, 25. Mai 2012

Infoblätter "Adoption und Pflegekinder"

Informationsblatt zur Anstrengungsverweigerung

Viele Adoptiv- und Pflegeeltern stehen vor einem Phänomen, bei dem sie den Grund nicht erkennen können. Ihre Kinder verweigern jegliche oder auch nur bestimmte Anstrengungen (Waschen, Zähneputzen, Tisch decken, Lernen...) und verwenden sehr viele ihrer Kräfte auf die Verweigerung ...

Informationsblatt für Adoptiv- u. Pflegeeltern zum Thema Schule

Auf diesem Informationsblatt haben wir einige Gedanken zum Thema Schule zusammengetragen, die uns sehr wichtig erscheinen ...
Informationsblatt für Lehrer 

Lehrer von Adoptiv- und Pflegekindern spielen für die Entwicklung dieser Kinder oft eine ganz besondere Rolle ...

Informationsblatt für Freunde von Adoptiv- und Pflegeeltern

Freunde von Ihnen bekommen "plötzlich" ein Pflege- oder Adoptivkind ...

Informationsblatt für ErzieherInnen von Adoptiv- u. Pflegekindern

Auch der Eintritt in den Kindergarten stellt für viele Pflege- und Adoptivkinder einen nicht zu unterschätzenden Schritt dar, denn Abschiede sind ein besonderes Thema im Leben dieser Kinder ...

Freitag, 20. April 2012

"Adoptionsgeschichten" - Ausschreibung zum Wettbewerb

Texte zum Thema Adoption

www.adoptionsberatung.at feiert heuer den zehnten Geburtstag. Dieses runde Jubiläum wollen wir nicht einfach verstreichen lassen und laden daher zu einem Schreibwettbewerb ein. Unter dem Motto "Adoptionsgeschichten. Geschichten und Gedichte zum Thema Adoption" sind alle eingeladen, die zu diesem Thema etwas schreiben wollen. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!

WER KANN MITMACHEN?
Menschen aller Altersstufen, die eine direkte, indirekten oder wie auch immer geartete (z.B. literarische) Beziehung zum Thema "Adoption" haben, sind eingeladen, sich am Wettbewerb zu beteiligen. Der Wettbewerb ist offen für Betroffene und Schreibende, die ihre Gedanken, Erfahrungen und Erkenntnisse zu Papier bringen wollen.

GENRE
Prosa: Kurzgeschichte, Bericht, Essay, Märchen, Satire, Tagebuchnotiz. Lyrik: bis zu drei Gedichte, keine Einschränkung der Gedicht-Form ...

Donnerstag, 8. März 2012

"Wurzelreisen" - Reise nach Vietnam

"Meine Idee war immer, dass Kinder, die vor der Pubertät in ihrem Herkunftsland waren, dadurch mehr 'geerdet' sind. Sie haben eine Basis, die ihnen hilft, sich nicht in Illusionen zu verlieren, weil sie die Realität erlebt und gefühlt haben."

AdoptivSinn Newsletter02/2012

Sonntag, 4. März 2012

Eine 'gelungene' Adoption

" ... Meine leiblichen Eltern werde ich wahrscheinlich nie kennenlernen. Es wäre zwar schön zu wissen von wem man abstammt, aber es ist für mich auch kein Weltuntergang es nicht zu wissen. Wegen der Offenheit meiner Adoptiveltern (die für mich von Anfang an meine richtigen Eltern waren und die ich normalerweise auch nicht „Adoptiveltern“ nenne) ist die Tatsache, dass ich adoptiert bin etwas ganz Normales für mich ...

Ich bin stolz auf meine Herkunft und mein jetziges Leben. Auch ohne genau zu wissen woher ich komme und von wem ich abstamme ... "



Dienstag, 24. Januar 2012

Psychologe: Bei Fragen von Adoptivkindern sehr offen antworten

Eltern, die Kinder adoptiert haben, sollten diesen eine möglichst positive Botschaft vermitteln

Martin Pinquart im Gespräch mit Britta Bürger

Wann und wie sagt man es seinem Kind am besten, dass man es adoptiert hat?

Wie wirkt es sich auf Kinder aus, wenn sie ihre leiblichen Eltern niemals kennenlernen?

Mit solchen Fragen beschäftigt sich der Psychologe Martin Pinquart.
 
Sein Rat: Positiv und offen kommunizieren.

Deutschlandradio Kultur

Freitag, 14. Oktober 2011

Wurzeln und Flügel - ein Seminar für Adoptiveltern Schwarzer Kinder

Eltern die sich zu seiner Auslandsadoption oder Pflege Schwarzer Kinder entschließen, machen nicht selten Erfahrungen, die über all das hinausgehen. Sie werden unter Umständen mit rassistischen und/oder sozialen Zuschreibungen und Diskriminierungen konfrontiert. Darüber hinaus mögen sich Fragen ergeben, wie mit der Traurigkeit, der Wut oder der Nichtthematisierung des Adoptiv-/Pflegekindes umzugehen ist, dass von den leiblichen Eltern verlassen oder „frei gegeben“ wurde und sich in einer neuen Heimat zurechtfinden muss.

Das Workshopkonzept „Wurzeln und Flügel“ bietet Adoptiv-/Pflegeeltern Schwarzer Kinder die Möglichkeit, sich mit all diesen Herausforderungen zu beschäftigen und Lösungs-ansätze für problematische Situationen zu erarbeiten. Im gemeinsamen Austausch machen sie die stärkende Erfahrung, dass sie nicht allein sind mit ihren Fragen und Problemen.

Freitag, 23. September 2011

Traumatisierte Kinder - 'Stiftung zum Wohl des Pflegekindes'


Es geht um Kinder …
Auszug aus dem Aufsatz: „Konsequenzen für die Pflegeeltern-Übertragung traumatischer Bindungs- und Beziehungserfahrungen in die Pflegefamilie. Anforderungen an Pflegeeltern und notwendige Unterstützung“

Um welche Kinder mit welchen Erfahrungen in der Herkunftssozialisation es sich bei Pflegekindern in einer Vielzahl handelt, soll die nachfolgende Auflistung typischer Fälle traumatisierter Kinder erziehungsunfähiger Eltern zeigen, wobei zu berücksichtigen ist, daß fremd untergebrachte Kinder auch multiple traumatische Erfahrungen aufweisen können (beispielsweise kann dem sexuellen Mißbrauch durch den Vater in der Familie chronische Vernachlässigung im Säuglingsalter durch die Mutter sowie auch körperliche Gewalt vorausgegangen sein):

Es geht um
  • Kinder, die bereits im Säuglingsalter schwer verwahrlost wurden, die unregelmäßig zu essen und trinken bekamen; die einfach stundenlang weggelegt wurden; mit denen kaum Augenkontakt aufgenommen wurde; mit denen keine dialogischen Mutter-Kind-Beziehungen aufgebaut wurden; die ständig wie ein Fremdkörper gehalten wurden; auf deren Weinen und Schreien beständig nicht oder sogar mit verbaler und manchmal körperlicher Gewalt reagiert wurde; die keine Hilfe erfuhren, ihre Ängste zu regulieren; die sich in einem apathischen Zustand befanden, nicht mehr lächeln konnten und sich wegschliefen; die Hospitalismussymptome zeigten.
  • Kinder, die verbal erniedrigt, manchmal sogar regelrecht terrorisiert wurden; die über Stunden oder über Nächte in ihr Zimmer oder zur Strafe in einen Schrank eingesperrt wurden; die mit heißen oder kalten Duschen gestraft wurden; die angebunden am Stuhl zwangsgefüttert wurden; die beständig mit massivem Drogenkonsum der Eltern konfrontiert waren; die immer wieder verprügelt wurden; denen man drohte, sie aus dem Fenster zu schmeißen, wenn sie nicht aufhören zu schreien; die beständig mit Eltern konfrontiert waren, die unter extremem Alkoholkonsum sich gegenseitig massiv verbal und körperlich attackierten; denen mit einem Messer gedroht wurde; die erleben mußten, daß ihr Geschwister von den Eltern mißhandelt oder manchmal sogar umgebracht wurde; die sogar erleben mußten, wie ein Elternteil den anderen umbrachte; denen man ein Kissen ins Gesicht drückte, weil sie schrien; die beständig in der Nachbarschaft und Verwandtschaft hin-und hergereicht wurden, eine Odyssee von Bezugspersonen und Lebenswelten erlebten und dadurch völlig bindungsgestörte Kinder sind; kleine Kinder, die schon im Säuglings-und Kleinkindalter sexuelle Übergriffe erlebten; kleine Kinder, die immer wieder ohne jeglichen Schutz den Wahnzuständen oder versuchten Suizidhandlungen der Mutter ausgesetzt waren; Säuglinge und Kleinkinder, die Mißhandlungsspuren aufweisen; kleine Kinder die in desolaten Müllhaushalten aufwuchsen, die Wohnung kaum verlassen haben, ärztlich nicht behandelt wurden, eingewachsene Fußnägel, offene Wunden und verfilzte Haare aufwiesen.
  • Kinder, die bei Eltern mit schweren Persönlichkeitsstörungen aufwuchsen und beständig in hoch pathologischen Beziehungsstrukturen lebten (permanentes Polarisieren von Gut und Böse, extreme und nicht nachvollziehbare Stimmungsschwankungen; Aufheben der Generationsschranken, bizarres Agieren) und deren Eltern keinerlei Einsicht in ihre massive psychische Problematik haben oder finden können
  • Kinder, die in Pflegefamilien unter schrecklichen Ängsten leiden („Monster laufen um das Haus und wollen mich und euch totmachen“); die von Angst erfaßt durch die Wohnung laufen und lange nicht zulassen können, daß der Pflegevater das Kinderzimmer betritt; Kinder, die über Jahre von morgens bis abends reden, die Pflegemutter nicht aus den Augen lassen und ständig kontrollieren; Kinder, die ihre Ängste abwehren, indem sie auf pflegeelterliche Reglementierung und auf Frustration mit verbaler und körperlicher Aggression reagieren wie: Anschreien und Schlagen der Pflegeeltern, Zerstören von Sachen, Schlagen von jüngeren Kindern oder Tieren; Kinder, die unter schrecklichen Einschlafängsten und Alpträumen leiden und Angst vor einbrechenden Kinderklauern und Mördern haben; Kinder, die sich mit King Kong, Hitler, Bin Laden identifizieren und die ganze Welt zerstören wollen; Kinder, die keine Kinder mehr sein wollen und profunde Größenphantasien entwickeln; Kinder, die von niemandem mehr Hilfe erwarten und kaum noch Hilfe annehmen können; Kinder, die über Jahre Nahrung stopfen und stopfen; Kinder, die keine Schmerzempfindlichkeit mehr zeigen können und glauben, unverletzbar zu sein; Kinder, die mit phantasierten Personen durch die Gegend laufen; Kinder, die von sich sagen „ich bin ein Stück Scheiße und dürfte gar nicht leben“; Kinder im Vorschulalter, die Suizidgedanken äußern; Kinder, die der Pflegemutter sagen „meine alte Mutter hat mir mein Herz herausgerissen, deshalb lebe ich eigentlich gar nicht“; Kinder, die in Rollenspielen in der Pflegefamilie beständig Mißhandlungsthemen aller Art spielen; Kinder, die Essensvorräte unter dem Bett und in Sofaritzen horten; Kinder, die sich in Konflikten selber schlagen oder in den Schrank sperren.
  • ältere Kinder, die beständig die Nachrichten angstvoll verfolgen „schon wieder wurde ein Kind getötet“; „bald ist Krieg“; Kinder, die vor lauter Angst nicht denken können und nur eingeschränkt schulfähig sind; Kinder, die normale Eltern-Kind-Beziehungen gar nicht mehr aushalten können und manchmal systematisch zerstören müssen; Kinder, die als „tickende Zeitbomben“ erlebt werden.
  • (Klein-)Kinder, die nachts wach liegen und sich nicht melden, weil sie längst die Hoffnung aufgegeben haben, daß jemand kommen und sie trösten könnte; oder sogar Angst haben, daß jemand kommt und sie anbrüllt oder schlägt.
Diese Fallvignetten sind keine „Extremfälle“, sondern Alltag in der Pflegekinderarbeit. Häufig wird Pflegeeltern und Professionellen im Pflegekinderwesen erst durch Wissensvermittlung sowie durch konkrete Besprechung der Biographie des Pflegekindes und des Verlaufes seiner Integration in die Pflegefamilie deutlich, daß es sich um ein traumatisiertes Kind handelt. Viele Pflegekinder haben traumatische Erfahrungen mit ihren leiblichen Eltern, von denen sie existentiell abhängig waren. Deshalb wurden diese Erfahrungen von den Kindern als existentiell bzw. tödlich bedrohlich erlebt.

Oliver Hardenberg, Münster

Mittwoch, 21. September 2011

Altersgrenze für Adoptionsbewerber soll erhöht werden

Petitionsausschuss (Berlin, 21.09.2011): Der Petitionsausschuss unterstützt die Forderung nach einer Heraufsetzung der Höchstaltersgrenze für Adoptionsbewerber. Während seiner Sitzung am Mittwochmorgen beschloss der Ausschuss daher einstimmig, den darauf abzielenden Teil einer öffentlichen Petition der interministeriellen Arbeitsgemeinschaft Adoption bei der Bundesregierung als Material zu überweisen sowie den Fraktionen des Deutschen Bundestages zur Kenntnis zu geben und den Landesvolksvertretungen zuzuleiten ... (Weitelesen)

Samstag, 17. September 2011

Was würde die Liebe jetzt tun?


Liebe ist das großartigste Heilmittel, das uns allen zur Verfügung steht - kostenlos und aus nie versiegender Quelle: unserem Herzen. Bevor wir damit beginnen, ist es hilfreich, wenn wir uns selbst ganz viel Liebe zukommen lassen: indem wir Liebe fließen lassen und sie in alle unsere Körper ausdehnen. So in unserer Mitte, können wir anschließend die Angst, den Schmerz visualisieren und Liebe direkt hinein senden - und es ist ein unvergleichliches Gefühl, zu erleben, wie sich die Angst auflöst.

Seelischer Mißbrauch in den frühen Kindheitsjahren führt dazu, daß wir unbewußt von Ängsten gesteuert werden. Sie beeinflussen nachhaltig unser Verhalten und unsere Entscheidungen, und lassen uns nicht authentisch sein. Dieses Buch spürt behutsam all diese Ängste auf, um ihnen eine neue Erfahrung zuteil werden zu lassen: die Ängste zu heilen, indem sie von uns bedingungslos geliebt werden.

Fast alle von uns haben seelischen Mißbrauch erlebt, der ungelöst unser Leben bis weit ins Erwachsenenalter beeinträchtigt. In der Folge entstehen Depression, Mobbing, Gewalt und weitere Formen destruktiven Verhaltens und Erleidens, welche die Grundlagen sämtlicher gesellschaftlichen Mißstände bilden.

Dieses Buch bietet einfache und kostenlose Lösungen an, die nicht ganz neu sind, dafür aktueller denn je: indem es herausfordernde Ansichten vorstellt, die uns selbst und unsere bedürftigen Gesellschaften revolutionieren können - die Auflösung unserer Ängste durch die konsequente Hinwendung zur Liebe.

Wir haben die Möglichkeiten, uns von unseren leidvollen Erfahrungen zu befreien, indem wir ihre Muster, Strukturen und Verstrickungen erkennen, sie annehmen und heilen - und dann einfach eine andere Wahl treffen. Eine Wahl aus Liebe für uns, die uns zu neuer Lebendigkeit und Freude führen wird. Die wahrhaftige Wahl, weil die Liebe dann uns erwählt.  

Nicht nur ein Buch über seelischen Mißbrauch von Kindern. Es beschreibt all die Folgen, die seelischer, geistiger und religiöser Mißbrauch für alle Lebensbereiche und für die Gesellschaft hat. So sind sämtliche Fehlentwicklungen der Gesellschaft und alle Mißstände, mit denen wir zu kämpfen haben, darauf zurückzuführen - dies umfaßt auch Kriminalität, Macht- und Geldgier und religiöse Unterdrückung; sowie die Spaltung der Gesellschaft durch Parteien, durch die Schere von Arm und Reich, und die Spaltung des Weiblichen als Erbe der patriarchalen Religionen.

Was würde die Liebe jetzt tun? beschreibt die ganze Dynamik von Liebe und Angst, und wie oft wir versucht sind, der Angst zu folgen. So wird diese Frage zu einer sicheren Entscheidungshilfe in allen Situationen. Es ist zudem ein psychologisches und astrologisches Sachbuch, auch wenn im Text keine Planeten erwähnt werden. Die 12 Kapitel sind so aufgebaut, das jedes dem gleichzahligen Häusersystem im Radix entspricht, sodaß jeder seine eigenen Konfliktbereiche nachvollziehen kann. In der ersten Hälfte werden die Ursachen beschrieben, mit den tiefenpsychologischen Entsprechungen der Entwicklungspsychologie. Die zweite Hälfte des Buches schildert die Folgen in Beziehungen, in der Opfer/Täter-Dynamik, die Hintergründe des Christentums, die Folgen in der Gesellschaft, die Folgen der Kriege und wie sie unsere Freiheit zerstören, und wie wir den verleugneten weiblichen Teil Gottes wieder integrieren können.

Was würde die Liebe jetzt tun? ist die spannendste Frage überhaupt, die wir uns in jeder Situation stellen können, um aus den alten Mechanismen auszusteigen. Dies belegt auch der Co-Autor Jesus Sananda, indem er zu jedem Thema Stellung nimmt, und auch Maria Magdalena zu Wort kommen läßt. Es ist ein sehr persönliches Buch, weil ich zwischendrin meine eigene Geschichte erzähle, und wie ich aus den Folgen von seelischem Mißbrauch ausgestiegen bin. Es ist ein Heil-Werk, mit dem wir die Ursachen vollständig verstehen lernen, bevor wir Veränderungen einleiten können. Somit ist es jetzt an der Zeit, daß wir aufhören mit jeglicher Form von Mißbrauch und Gewalt, und den Kindern dieser Welt eine glückliche Kindheit ermöglichen. Denn sie sind es, die morgen unsere Welt in das Neue Zeitalter führen sollen.

Aus dem Inhalt

"ICH BIN die/der ICH BIN" - das Glück, einfach zu SEIN
Zufriedenheit - das Glück der Wertschätzung Werte und Grenzen
Verbundenheit - das Glück der Wahrheit
Vertrauen - das Glück des Empfindens
Freude - das Glück der Kreativität Die Angst vor Gefühlsausdruck
Annahme - das Glück der Bewußtheit
Liebe - das Glück der Zweisamkeit
Dankbarkeit - das Glück des Loslassens
Weisheit - das Glück der Erkenntnis
Eigenständigkeit - das Glück der Verantwortung
Frieden - das Glück der Gemeinschaft
Hingabe - das Glück der grenzenlosen Liebe

Christa Heidecke: Was würde die Liebe jetzt tun?
Ein Buch über seelischen Mißbrauch von Kindern, über Liebe und Angst und eine Entscheidungshilfe für alle Lebensbereiche

Donnerstag, 15. September 2011

Kinder aus Rußland adoptieren



Anna Eurich, Gründerin der Xing-Gruppe"Deutschland-Russland" schreibt dort heute:

Liebe Freunde,

das Thema Adoption findet zum Glück in Deutschland eine große Resonanz. Es gibt viele Familien die ein Herz für die Waisenkinder haben.

Falls Sie Interesse haben, einem Kind aus Rußland ein Zuhause anzubieten empfehle ich Ihnen eine offizielle föderale Datenbank überalle Waisenkinder in Rußland:

Leider gibt es keine deutsche bzw. englische Übersetzung von der Seite. Ich halte mich bereit, bei der Suche oder Kontaktaufnahme mit den russischen Behörden kostenfrei zu helfen!

In der Datenbank sieht man die Fotos von den Kindern. Die meisten sind offensichtlich krank oder schwer behindert. Mann muß wirklich ein großes Herz haben um den armen Wesen ein besseres Leben anzubieten.

Vielleicht sind Sie das?

Liebe Grüße.
Anna

oder Email an: rh_at_beryosa.net

Samstag, 16. Juli 2011

Adoption - Beispiel einer Kosmogrammanalyse


Adoption - Ein Schicksal
von Gabriele Vierzig-Rostek, 2011

Radix

Das Bild ist veränderlich (dreieckige Figuren), die Richtung ist diagonal (sucht nach Sicherheit und nach Lösung von Problemen), der Schwerpunkt liegt im 11. Haus. Alle drei Farben sind vorhanden, also funktioniert der Krisenmechanismus im Normalfall. Das Bild ist dann auch kohärent.

Im Normalfall sage ich, weil zwei wichtige rote Energie-Linien nur einseitig sind und im Falle von Streßsituationen dazu neigen, sich abzuschalten. Es bleibt dann nur das Quadrat Uranus-Mondknoten als Energie-Ausdruck, was also Wachstum durch Streß- oder Trennungssituationen signalisiert. Zusätzlich fällt dann die Kohärenz weg, so daß zwei Dreiecke und zwei Striche übrig bleiben und das Aspektbild drastisch verkleinert wird.

Eine Lernaufgabe ist daher: beständig weiter lernen, Informationen Sammeln und an sich arbeiten, sich aktiv bemühen, auch wenn die Umstände anstrengend sind, das stärkt und macht unabhängig.

Also sehe ich hier einen Menschen, der von seiner Anlagenmotivation her gerne in Kontakt und Austausch mit Menschen, aber ebenso mit seiner innersten Phantasiewelt steht. Es stehen 6 wichtige Planeten, (Jupiter, Mars, Merkur, Sonne, Venus und Mond) in Wasserzeichen. Mentalität, Gefühle, Sinne und Sinn für Schönheit, Intellektuelles Interesse und Handlungswillen sind alle vom Gefühl gesteuert, emotional abhängig zum Beispiel von Liebe und Zuwendung, von Anerkennung und Geborgenheit.

Im großen Talentdreieck (Mond, Jupiter, Venus-Sonne, mit Beteiligung von Merkur und Mars) liegt Schaffenskraft im dichterischen und gestalterischen Bereich (Theater, Kunst, Kultur, schöne Dinge herstellen). Voraussetzung ist immer die Liebe, also das Gefühl, gemocht zu werden, für das was da heraus kommt. Es muß freiwillig und gerne getan werden. Ein solcher Mensch lernt für den Lehrer, der nett zu ihm ist, nicht „für`s Leben“. An höchster Stelle steht Neptun, im Schatten vom MC, die Liebe will ohne Gegenleistung gelebt werden...

Sicher hat dieser Junge viel gelesen, sich in seiner Phantasiewelt zu Hause gefühlt, mit sich alleine zufrieden, wenn es denn zugelassen wurde ...

Im Skorpionzeichen sind diese Anlagen fähig, sich "leidend" durchzubeißen, im Krebs will sich die Liebessehnsucht durchsetzen und in Fische schwebt der Junge einfach davon, wenn die Realität zu hart und anstrengend wird.

Als Kind erlebte er in den ersten knapp drei Jahren seines Lebens die ganze Wucht des 2. Weltkrieges. Die Mutter war durch die Todesnachricht ihres Mannes (Frühjahr 1943) in Panik und mit der Situation (alleine, zwei Kinder) überfordert. Er selbst hat davon zunächst weniger bemerkt, es sieht jedenfalls so aus, denn im ersten Haus, geboren mit Schütze-AC (evtl. viel unterwegs) sowie im 7. Haus stehen keine Planeten, die eine Beeinträchtigung anzeigen.

Das änderte sich insofern exakt am Talpunkt 1 (1946), als er ins Zeichen Steinbock wechselte, das Leben wurde plötzlich härter, bekam Strukturen und Dogmen, wo vorher Freiheit herrschte. Zusätzlich machten Sekundäraspekte des AP zu Neptun (Quadrat - Schutzengel läßt mich im Stich?) und Uranus (Quinkunx - drastische, plötzliche und tiefgreifende Veränderung) dieses Jahr zu einem Schicksalsjahr, in dem nach der Erinnerung auch die Adoption zumindest beschlossen und auf den Weg gebracht wurde.

Die Trennung von Mutter und (Halb)-Bruder sowie der gewohnten Umgebung war ein harter Schlag für die empfindliche Mond-Seele dieses Jungen. Das konnte er aber zum Teil in sich verbergen und die Umwelt bekam davon wenig mit. Es war den Erziehungsberechtigten (Adoptiveltern) auch egal (Mond im dritten Haus eingeschlossen), er hatte zu folgen und dankbar für die Chance zu sein, das es ihm „einmal besser gehen sollte“ und er etwas lernen sollte.

Denn Mond in 3 ist immer abhängig von der erziehenden Umwelt, muß sich anpassen, darf keinen freien Kontakt nach Lust und Laune genießen, sondern muß lernen. Wehe er schreibt keine gute Note in der Schule ..., Liebe bekommt er nur, wenn er in der Schule funktioniert, sein Zimmer aufräumt, Vater und Mutter und ihre Opfer (ihn adoptiert zu haben) ehrt  ...,

Am 17.September 1948 wurde der Adoptionsvertrag geschlossen. Pünktlich zum 2. Haus und zur Einschulung begann für diesen Jungen der Ernst des Lebens auf allen Ebenen. Streng achtete die neue Umwelt auf korrektes Verhalten und es ist zu vermuten, daß er sich nur entziehen konnte, wenn er träumte oder später Bücher lesen konnte. Letzteres wurde geduldet, da es ja bildet...

Dennoch schien dieses Kind den Adoptiveltern eigenartig zu sein, anders, als die Familie es gewohnt war. Kein Wunder, die Anlagen habe ich ja oben beschrieben. Im neuen Elternhaus herrschte aber rein materialistisches Denken (Steinbock in 2) und man erwartete vom Kind mehr Ehrgeiz, Einsatzbereitschaft und Interesse für die praktischen Dinge im Leben.

Die überwiegende Mehrheit der Planeten steht im oberen Raum eher im Theoretischen, wo sich dieser Mensch lieber mit Büchern, Phantasien, Denkmodellen für eine transformierte Gesellschaft (Psychologie, Astrologie, Anthroposophie etc.) und evtl. gestaltenden kreativen Arbeiten beschäftigen möchte.

Jupiter steht im Krebs in Opposition zum AP mit ca. 8 Jahren, hier dürfte die Erkenntnis, das Liebe und Geborgenheit in seinem inneren Bild anders aussah als in der Realität, einen depressiven Schub ausgelöst haben, den die Eltern nicht verstehen konnten - sie schickten ihn in eine Therapie. Der Therapeut ließ ihn aber spielen, meines Erachtens genau der richtige Weg für dieses Kind.

Der anschließende Wechsel des AP ins Zeichen Wassermann (wieder im Talpunktjahr, Veränderungen dort gehen sehr tief und bleiben im innersten Wesenskern haften) ließ den Druck wahrscheinlich etwas schwinden, er begann, sich für andere Dinge und Menschen zu interessieren.

Mit ca. 12-13 Jahren schickten ihn die Adoptiveltern in ein Internat, es gab eine AP Opposition zu Pluto (Über-Ich Anspruch: wenn Du nicht spurst, werden wir Dich zwingen). Darauf folgte bald der AP Eintritt in Fische, gleichzeitig auch die Opposition zu Mondnoten (erster Schritt zum Entwicklungsziel - hier Unabhängigkeit, innere Freiheit, über eigene Lebenserfahrung den Lebenssinn erkennen - Schütze-AC).

Er nahm wieder Zuflucht in seinen Phantasien und die Eltern konnten ihn nicht erreichen. Gleichzeitig aber ist hier sein innerer Auftrag, sich selber treu zu bleiben und eigene innere Unabhängigkeit zu finden, aber auch zu erkennen, dass eigenes Tun Konsequenzen hat, mit denen man leben muß.

Da glaubten sie, das sei nur im Internat sinnvoll zu erreichen...

Fast drei Jahre (Alter zwischen 13 ½ und 16 ½) lebte dieser Mensch in einer Traumwelt und ließ die Realität an sich abprallen, mit Hilfe von Büchern in den meisten Fällen, dann trat er über die kosmische Spalte ins Zeichen Widder ein. Das hätte einen Neuanfang bedeuten können.

Es folgte ein Energieschub, der aber offensichtlich nur ihm selbst, nicht aber seinen Adoptiveltern Recht war. Womöglich richtete er sich nach innen. Dadurch kann eine weitere depressive Phase ausgelöst worden sein, während der ihm schmerzlich bewußt wurde, dass er „nicht ok“ im Sinne der Familie war, nicht konform und kooperativ.

Fast 6 Jahre im Zeichen Widder führten in eine Katastrophe.

Es begann damit, dass er mit ca. 20 Jahren alle Zähne verloren hat und bereits ein künstliches Gebiß brauchte.
(Zähne stehen für die Fähigkeit, sich durchbeißen zu können. Fallen sie aus, steht das für Kapitulation, eine Niederlage größten Ausmaßes)

Dies verursachte natürlich auch noch Kosten ... Die Adoptiveltern hatten auch noch leibliche Nichten und Neffen, Kinder der Schwester des Adoptivvaters. Diese waren ganz offensichtlich im Sinne der Eltern „gut geraten“. Die Familie war, wie erwähnt, sehr materiell orientiert, ehrgeizig, praktisch und hatte es zu etwas gebracht. Es war finanziell ein gewisser Wohlstand erreicht, den sie sichern wollten. Das führte dazu, das die Eltern die Adoption rückgängig machen wollten, weil sie das Vertrauen in die Fähigkeit des jungen Mannes, ein Erbe in ihrem Sinne zu bewahren, nicht mehr hatten und lieber das Erbe in der leiblichen Familie bleiben sollte.

Die Grausamkeit der Familie, einen jungen Menschen in dieses erneute tiefe Verlassenheitsgefühl zu stürzen, was ja nicht nur ein Gefühl blieb, sondern harte Realität wurde, ist unfaßbar.

Am 29. Juli 1964 wurde der Adoptionsvertrag aufgehoben. Mit der offiziellen Begründung, man wolle nicht die Verantwortung für einen Menschen weiter tragen, der trotz der vielen großen Chancen, die ihm während der Zeit der Adoption geboten wurden, nichts aus seinem Leben habe machen können. Daß sich daran etwas ändern würde, glaube man nicht, es fehle das Vertrauen, dem wolle man das Erbe nicht zukommen lassen.

Der Horoskopeigner fiel in eine tief depressive Phase.

Fast 10 Jahre lang (ab 22) befand sich der Alterspunkt im Zeichen Stier, in dem keine Planeten stehen, aber vier in Opposition (Skorpion). Das Zeichen hat zwei Spitzen, also ein extrovertiertes Zeichen im 5. Haus, wo es darum ging mit vollen Zügen und Mut zu Risiko die eigenen Talente und Fähigkeiten auszuprobieren und Kraft zu sammeln für das 6. Haus (Existenzkampf, Arbeit).

Es ist auch das Haus der Erotik ... Laut Information des Horoskopeigners hat er nie mit einer Partnerin zusammengelebt und keine der Partnerschaften dauerte länger als ein Jahr. Ich vermute anhand der Radix-“Beweislage“, das dieser Mensch das Vertrauen in einen anderen Menschen sowie in die Liebe nicht mehr aufbauen konnte, weil er einmal so drastisch enttäuscht wurde, das ihm das für den Rest des Lebens an Erfahrung auf dem Gebiet ausreichte.

Es war zu lange Liebe mit Gegenleistung und Schuld in Verbindung gebracht worden. (Double Bind Situation) Daraus entwickelte sich sicher der Eindruck, „es geht mir besser, wenn ich alleine bleibe, dann kann ich tun, was ich will und niemand verlangt Dinge von mir, die ich nicht geben kann. Liebe ist sowieso nur ein Vorwand, mich zu beeinflussen und dann fallen zu lassen, wenn ich versuche, es recht zu machen.“

Da ist es auch schwer für eine Partnerin, hier den Gegenbeweis anzutreten, denn der Horoskopeigner wird unbewußt immer wieder solche Situationen herausfordern, die dazu führen, dass es doch nicht geht...

Außerdem neigt der Fische-Mond zur Flucht, wenn er in die Enge getrieben wird, am Talpunkt zieht er sich immer auch gerne zurück...

Wenn man den kleinen Alterspunkt im 6. Haus (Existenz) anschaut, ist eindrucksvoll zu sehen, das das Leben mit ca. 20/21 Jahren eine Wende nimmt, von der „guten Versorgung“ hin zu freier Kontaktgestaltung, Information und Austausch. Also mal hier was arbeiten und mal da was, ohne Tiefgang, immer mit Kontakten und vielen neuen Erfahrungen. (Der kleine AP steht für 12 Lebensjahre pro Teilstrich und bezieht sich auf einen ganzen Zyklus von 72 Jahren, es wechselt das Zeichen - andere Lebensausrichtung - zwischen 12 und 24, bei ca. 20/21). Im Zwillings-Zeichen stehen auch Uranus und Saturn, auf den ersten Blick Gegenspieler, auf den zweiten Blick Chancen. In der natürlichen Reihenfolge, zuerst Saturn (Sicherheit) und dann Uranus (Freiheit) bedingt dies Lebensfreude, umgekehrt ist der Weg schwerer, weil hier die Freiheit erst erzwungen wird um später selbst Sicherheit zu erarbeiten. Langfristig ist das nicht mehr wichtig, nur im Moment der Übergänge in jungen Jahren ist das so hart.

Häuserhoroskop

Im Häuserhoroskop sehen wir, ob die Wünsche und Erwartungen des Horoskopeigners an seine Eltern und Umwelt erfüllt wurden oder ob er durch die Erziehungsmaßnahmen geprägt, also verändert wurde. Das Kind paßt sich seinem Umfeld an, damit es geliebt und versorgt wird, das sichert sein Überleben. Diese Phase ist bereits in den ersten beiden Lebensjahren umfassend abgeschlossen.

Hier sehen wir eindrucksvoll, daß die Umwelt in dem halbherzigen Versuch, eine stabilere Struktur zu bewirken, eine Destabilisierung erreicht hat. Aus dem starken Talentdreieck (Sonne, Mond, Jupiter) wird ein wackeliges Trapez, das bei der kleinsten Belastung zusammenfällt (gestrichelte Linien, fehlende Diagonale, die Verbindung von Mond zu Saturn, die hier entsteht, ist voller Bemühung um Anerkennung, die meistens nicht gewährt wird). Einzig die Verbindung zu Merkur (gesunder Menschenverstand) bleibt stabil, alle anderen Mondverbindungen sind schwach gestrichelt. Das Kind hatte gar keine Chance, denn es wurde in seinen Bedürfnissen überhaupt nicht wahrgenommen. Manchmal konnte es sich an seinen Schutzengel wenden, aber auch diese Quelle war nicht ständig erreichbar. Die Enttäuschung war vorprogrammiert. Sonne-Venus stehen ganz abgelöst, also für Selbst-Bewußt-Sein war kein Verständnis der Umwelt zu erwarten, es mußte sich von innen heraus aufbauen. Das dauert erwartungsgemäß sehr lange und ist hier über spirituelle Quellen und Bemühen um geistige Inhalte angezeigt (12. Hausspitze).

In Streßsituationen fällt das Aspektbild im Häuserhoroskop in vier Teilfiguren auseinander, übrig bleiben neben gesundem Menschenverstand (Merkur-Mond), innerem Ich-Bewußtsein (Sonne-Venus, Wohlbefinden muß sein) und der Aufgabe, Schritt für Schritt eigene Handlungsfähigkeit zu zeigen (Mars-MK), ein kleines Lerndreieck, aus dem hervor geht, daß eine absolute Priorität auf der Lernaufgabe liegt, einen mehr egoistischen Ich-Anspruch auszustrahlen, wie er im Löwe-Pluto in dieser Generation entstanden ist. Individuelle Ich-Stärke, Selbstdurchsetzung, Erfolgsstreben brachten eine ganze Generation zu mehr wirtschaftlichem Wachstum und Anerkennung. Phantasie oder Ideale stehen dazu im Konflikt. Es ging seiner Familie um materielles Leistungsdenken, sonst nichts. Da dies aber im Gegensatz zu seinen inneren Zielen und seinen Fähigkeiten steht (Radix-Aspektbild), konnte und sollte das nicht gelingen.

Mondknotenhoroskop

Wir können das Mondknotenhoroskop als karmischen Inhalt oder als Unbewußtes interpretieren. Die Lagerung des MKH-Aspektbildes und die Positionen der Persönlichkeitsplaneten Sonne, Mond und Saturn geben Aufschluß auf die unbewußte Haltung des Menschen und/oder seine karmische Vergangenheit.

In diesem Kosmogramm sehen wir die Verschiebung in die Senkrechte. Die Sonne und ihre drei anderen Begleiter (Venus, Merkur und Mars im Skorpion) wandern ins 10. Haus, Sonne-Venus nahe am MC. Mond ist nun in 6 am Invertpunkt (ausgeglichene Position) und Saturn am Talpunkt 3 (schwach, aber stabil). Mondknoten in Schütze in 9 in Opposition zu Saturn in Zwillinge in 3 zeigen einen Konflikt zwischen der eigenen Philosophie und der allgemeinen Lehrmeinung an. Kollektive Denkweise (Uranus in Zwillinge, Streß vor IC) zerstörte evtl. einige Bemühungen der Sonne am MC, was dem Mond in 6 Leid zufügte. Das kann für den Horoskopeigner selbst und für andere (denen er dann vielleicht Leid zufügte) gelten.

Jupiter in 2 zeigt eine großzügige Stellung (wohlhabend), oder ein ständiges Bemühen um Gerechtigkeit, jedoch nach subjektiver Einstellung (Wasserzeichen Krebs).

Ich empfinde das Bild so:
Diese Persönlichkeit hat sich in Äonen der Zeit intensiv bemüht, seine Vorstellungen von Wohlbefinden und Harmonie, mit intensivem Denken und Gerechtigkeitsgefühl in der Öffentlichkeit durchzusetzen. Manchmal hat er dafür vielleicht auch harte Maßnahmen ergriffen (Pluto-Mars, Uranus-Sonne), die ihm aber auch selbst weh getan haben dürften (Mond in 6). Vielleicht geschah manches unter dem Deckmantel religiöser Prinzipien (Neptun in 12). Mondknoten in 9 weist darauf hin, das er sich von den jeweils herrschenden kollektiven Denkstrukturen lösen sollte (was mit absteigendem MK in Konjunktion zu Saturn schwer fällt).

Aber er war „oben“ also Herr über seinen Weg und seine Ziele, wobei er sich im Skorpion dabei durchaus auch als Opfer der Umstände gefühlt haben mag.

Zusammenfassung

In dieser Inkarnation hat dieser Mensch sich vorgenommen, einmal eine ganz andere Sicht auf sein eigenes und das Leben im Allgemeinen einzunehmen. Sozusagen aus einer Perspektive der Innenschau. Er hat es sich nicht leicht gemacht! Die Zeit bis kurz vor seinem 24. Geburtstag war völliges Neuland für ihn, dann folgte beim K1 (Kreuzungspunkt 1 zwischen Alterspunkt und Unterbewußtseins-Punkt) die langsame Aufarbeitung des Erlebten. Ab K2 (im Jahre 2001) begann die Erkenntnisfindung. Die folgenden direkten Übergänge über die Skorpion-Planeten bewirkten in der Reihenfolge: handeln, denken, erkennen, was gut tut, eine intensive Phase der Läuterung, unterstützt durch glückliche Umstände und mehr Gefühl (Jupiter Trigon, Mond Trigon).

Die Tatsache, daß im fortgeschrittenen Alter eine überraschende Zusammenführung mit der Ursprungsfamilie begann, unterstützt diesen Prozeß erfolgreich und hoffnungsvoll!

Ich freue mich, ebenfalls zu den Personen zu zählen, die diesen Prozeß begleiten dürfen.

Blog der Düsseldorfer Astropsychologin